Der barrierefreie Umbau des Rastatter Bahnhofs kommt voran: Bahn und Stadt informieren über den aktuellen Stand, Foto: Oliver Hurst

Barrierefreier Umbau des Rastatter Bahnhofs kommt voran

Ein neuer Fußgängersteg, kontrastreicher Bodenbelag mit Leitstreifen, Aufmerksamkeitsfelder als Wegeleitung und, und, und: Es tut sich was in Sachen Barrierefreiheit des Rastatter Bahnhofs. Dies war die erfreuliche Botschaft, die Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der Stadtverwaltung Rastatt den Vertretern des Expertenkreises Inklusion übermitteln konnten. Ende Mai 2021 hatte die Deutsche Bahn zu einer digitalen Informationsveranstaltung eingeladen, um über den aktuellen Stand der Modernisierung bzw. des barrierefreien Ausbaus des Rastatter Bahnhofs zu berichten. Die Stadt Rastatt informierte bei dieser Gelegenheit über den Fortschritt der Baumaßnahmen auf kommunalem Grund und Boden im Umfeld des Bahnhofs.

Derzeit modernisiert die Deutsche Bahn den Bahnhof Rastatt und baut ihn bis Ende 2023 barrierefrei aus. Gemeinsam investieren die Stadt Rastatt (1,4 Millionen Euro), das Land Baden-Württemberg (2,8 Millionen Euro) sowie Bund und DB (15,8 Millionen Euro) rund 20 Millionen Euro in den Bahnhof.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Jantje Sammtleben (Bau- und Projektkommunikation RB Südwest / DB Station&Service AG). Die Maßnahmen der Deutschen Bahn stellte Projektleiterin Angela Allgeier-Bauer vor. Bahnhofsmanager Hans-Jürgen Vogt stand ebenfalls für Fragen zur Verfügung. Markus Fraß, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Wasserwirtschaft, präsentierte die städtischen Maßnahmen.

Rastatts Bürgermeister Arne Pfirrmann freute sich über die Informationen aus erster Hand und nahm die Gelegenheit wahr, um den Mitgliedern des Expertenkreises Inklusion für ihr langjähriges Engagement zu danken. Der Expertenkreis Inklusion hat seit der Verabschiedung der Resolution zum Rastatter Bahnhof im März 2017 den Prozess zum barrierefreien Ausbau des Rastatter Bahnhofs sachkundig begleitet und die Sichtweise von Menschen mit verschiedenen Behinderungen konstruktiv in die Planungen eingebracht, z.B. bei der Infoveranstaltung mit Podiumsdiskussion 2017 sowie bei einem Ortstermin 2018. Auch im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses 2020 konnte der Expertenkreis Inklusion viele wertvolle Anregungen geben.

An der Videokonferenz teil nahmen für mobilitätseingeschränkte Menschen Dr. Christoph-Benedikt Scheffel und Barbara Dürr, für Blinde Hans Kühn, für Sehbehinderte Simone Fröhle, für Gehörlose Theodor Riekenberg, für Hörbehinderte Angelika Rothenberger und Bärbel Huck – mit Übersetzung in die Gebärdensprache durch Silke Rönspies, für kognitiv eingeschränkte Personen Martin Bleier, Geschäftsführer der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal, für psychisch erkrankte Menschen Nadine Simon vom Gemeindepsychiatrischen Dienst des Caritasverbandes, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung des Landkreises Rastatt Petra Mumbach und der stellvertretende Vorsitzende des Kreisseniorenrates Rastatt Josef Elter sowie Marianne Fischer als frühere Vorsitzende des Kreisseniorenrates.

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