Auf dem Weg zum barrierefreien Rastatt: Der Kommunale Aktionsplan Inklusion Rastatt

 

Januar 2014: Die Stadt Rastatt will ein Konzept für ein barrierefreies Rastatt

Die Stadt Rastatt beschließt, ein Konzept zu entwickeln für ein barrierefreies Rastatt. Das soll gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen geschehen, denn ihre Sichtweise und ihre Expertise sind entscheidend für gelingende Inklusion. Dafür hat die Stadt die Projektgruppe „Inklusion Rastatt“ ins Leben gerufen. Sie besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Behinderungserfahrungen, aus Vertretern von Vereinen und Institutionen und der Stadtverwaltung. Der Fachbereich Jugend, Familie und Senioren der Stadt leitet die Projektgruppe, Professor Jo Jerg von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg begleitet den Prozess wissenschaftlich.

 

April 2014: Erster Runder Tisch Inklusion

Die Stadt Rastatt veranstaltet den „Ersten Runden Tisch Inklusion“. Menschen mit und ohne Behinderungen erkunden dabei verschiedene Bereiche der Stadt und prüfen, wo es noch Barrieren gibt. Das Ziel ist es, die Barrieren zu dokumentieren, Verbesserungsvorschläge zu sammeln und gemeinsam konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, um Barrieren abzubauen. Sie sollen in einem Kommunalen Aktionsplan Inklusion Rastatt münden. Der soll schließlich dem Gemeinderat vorgelegt werden.

 

Juni 2014: Zweiter Runder Tisch Inklusion

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren die Ergebnisse, die sie beim Ersten Runden Tisch erarbeitet haben, und konkretisieren an Themen-Tischen weiter das gemeinsame Ziel: einen Kommunalen Aktionsplan Inklusion Rastatt für eine barrierefreie Stadt. Die Teilnehmer beschließen, dass der Aktionsplan ein Drei-Jahresplan sein soll, der regelmäßig geprüft wird. Außerdem soll eine Servicestelle Inklusion innerhalb der Stadtverwaltung verankert werden. Aus der „Projektgruppe Inklusion“ wird der „Expertenkreis Inklusion“.

 

Oktober 2014: Der Gemeinderat diskutiert die Ergebnisse der Runden Tische

In seiner Klausurtagung diskutiert der Gemeinderat die Ergebnisse der Runden Tische mit der Stadtverwaltung und zeigt seine Bereitschaft, den Inklusionsprozess in Rastatt voranzutreiben.

 

November 2014: Der Gemeinderat beschließt, den Aktionsplan zu erstellen

In seiner Sitzung vom 24. November 2014 setzt der Gemeinderat ein wichtiges Signal für ein inklusives, barrierefreies Rastatt und beauftragt die Stadtverwaltung, zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einen kommunalen Aktionsplan für Rastatt zu erstellen. Der Aktionsplan soll zunächst drei Jahre gültig sein und sich mit zwölf Aktionsfeldern befassen. Zunächst sollen barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Gebäuden, Kulturorten, Sport- und Freizeitstätten geschaffen werden, Verkehrswege und Verkehrsmittel barrierefrei ausgebaut werden, barrierefreie Toiletten zur Verfügung gestellt werden sowie ein Informationsportal entstehen mit gezielten Informationen für Menschen mit Behinderungen.

 

März 2016: Der Gemeinderat beschließt einstimmig den Kommunalen Aktionsplan Inklusion Rastatt

Die Stadt Rastatt hat zusammen mit Betroffenen den Kommunalen Aktionsplan Inklusion Rastatt erstellt. Der Gemeinderat hat ihn einstimmig beschlossen. Damit bekennen sich Stadt und Gemeinderat dazu, Menschen mit Behinderungen konsequent eine barrierefreie und gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben in Rastatt zu ermöglichen.

Juli 2019: Fortschreibung Kommunaler Aktionsplan Inklusion einstimmig beschlossen

Einstimmig und voller lobender Worte hat der Gemeinderat am 1. Juli 2019 die aktuelle Fortschreibung des Kommunalen Aktionsplanes Inklusion beschlossen. Im Zeitfenster 2019 bis 2023 soll wieder eine Fülle von Maßnahmen realisiert werden für ein barrierefreies Rastatt und die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben in der Stadt. Ob in Sachen Mobilität, Kultur, Freizeit und Sport, Partizipation, Frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung oder Wohnen: Der aktuelle Aktionsplan zeigt auf, was die Stadt vorhat in den nächsten Jahren.